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Testbericht
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TCF-3   Präzisions-Klangregelung
mit parametrischer Frequenzeinstellung:  Bass / Mitten / Höhen

Bässe / Höhen +/-20dB (variable Eckfrequenz). Mitten +/- 16dB (variable Mittenfrequenz).

Zum Nachrüsten in vorhandenen Systemen, oder als komplette Klangregel-Vorstufe zu verwenden, wahlweise mit oder ohne Grundverstärkung.

In Poti-Mittelstellung keinerlei Beeinflussung des Signals durch Potis oder Frequenzbauteile.

seit 2008

Anwendung
Gerade in der High-End Audiotechnik wird eine Klangregelung oft gefürchtet, wie kaum eine andere Schaltung.
Das mag seine Berechtigung haben, wenn nicht nur alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind, sondern auch das Musikmaterial eine hohe Konstanz des linearen Frequenzganges aufweist. Dann wird jede zusätzliche Schaltung als völlig überflüssig empfunden.

Dennoch gibt es die Daseinsberechtigung für eine Klangregelung.
1. Gerade alte Aufnahmen, die mehr Erinnerungsstücke als Klangwunder sind, oft aber bei der Aufnahme mit Equalizern nach dem persönlichen Geschmack des Toningenieurs verändert wurden:
Zu grelle oder zu dumpfe Höhen; oder sehr beliebt war das Absenken der Mitten, was manchmal zu einem zu warmen und dumpfen Klang führt, oder das Aufpeppeln der Bässe, die dann in einer gut abgestimmten Anlage zu laut sind.
All das kann man mit einer Klangregelung tonal dem Optimum wieder etwas näher bringen.
2. Der Raum beeinflusst oft sehr stark eine gut abgestimmte Box, so dass bestimmte Frequenzbereiche manchmal nur leicht verändert werden müssen, um eine Ausgewogenheit wieder her zu stellen.
3. Oder man ist ganz einfach mal in der temporären Stimmung, einen bestimmten Frequenzbereich ein wenig oder drastisch zu verändern. Man muss es ja keinem weiter erzählen.

Funktion
Eines der wichtigsten Argumente gegen eine Klangregelung zählt hier kaum: Die Klangbeeinflussung durch zusätzliche Filterbauteile.
Das stimmt eher bei der klassischen Baxandall-Schaltung. Dort wird auf grund der einfachen Schaltung jedes Filterelement ständig vom Signal durchflossen. Würde man im Betrieb die Potis ausbauen, ginge gar nichts mehr.
Hier findet jedoch eine weniger gebräuchliche Schaltungsart Anwendung.
Wie bei unseren Equalizer-Modulen findet in Null-Stellung keine Signalbeeinflussung statt. Würde man im Betrieb ein Poti oder einen Frequenz-Kondensator entfernen, wäre es immer noch eine lineare Verstärkerschaltung mit besten Parametern.
Ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt: Die Qualität der Potis und der Filterelemente haben weniger Einfluss auf den Klang, wie in Schaltungen, wo das Signal ständig durch diese Elemente hindurchfließen muss.
Es wäre für uns undenkbar, eine gewöhnliche, allgemein verpönte Schaltung in unser Lieferprogramm aufzunehmen.

Bedienung
Drei Potis sind für die Einstellung des Bass- Mitten- und Höhenbereiches vorgesehen. Die Eckfrequenzen für Bässe und Höhen, sowie die Mittenfrequenz des Bandpasses, werden über steckbare Kondensatoren vorgewählt. In Mittenstellung der Potis findet keine Frequenz-Beeinflussung statt. Nun kann je nach Drehwinkel der jeweilige Bereich angehoben oder abgesenkt werden.

Das Modul ist in Stereo ausgeführt und kann in den Signalweg, vorzugsweise nach einer vorhandenen Vorstufe eingeschleift werden. Aufgrund der Pegelverhältnisse bei max. Bass/Höhen-Anhebung sollte die Lautstärke-Einstellung noch vor der Klangregelung stattfinden.
Das Modul ist dank seiner wählbaren Grundverstärkung von 1-fach oder 4-fach (12dB) auch als vollwertiger Kern einer eigenständigen Vorstufe zu verwenden. Dazu muss lediglich ein Lautstärkepoti und evtl ein Eingangswahlschalter in den Eingang installiert werden.

Pegelverhältnisse
Beim Einsatz des Lautstärkepotis nach dem Modul ist auf den möglichen Pegel zu achten. Bei voll angehobenen Frequenzen beträgt die Verstärkung bis zu 10-fach, was bei einem entsprechend hohen Eingangspegel zur Übersteuerung führen könnte, die allerdings auf dem Modul angezeigt wird.


Die Filterkurven entsprechen der hörphysiologisch optimalen Steilheit:
max 5dB/Okt im Bass und Höhenbereich,
max 10dB/Okt im Mittenbereich.
Keine
Baxandall
 
 

Schaltbild
TCF-3

Diese Grafik zeigt den Einsatz folgender Kondensatoren:
Bässe = 100nF; Mitten = 22nF; Höhen = 10nF
gezeigt sind jeweils drei verschiedene Poti-Drehwinkel.
Sonstiges
Klanglich sind auch hier alle Schritte unternommen worden, um unserem hohen Niveau gerecht zu werden. Verwendet wird der seltene Operationsverstärker OPA 4227 (4-fach OPA-227), der eine außergewöhnlich hohe audiophile Qualität aufweist.
Alle Filterelemente (Potis und Kondensatoren) werden nicht direkt vom Signal durchflossen und beinflussen nur den korrigierten Frequenzbereich, nicht aber den Durchlassbereich ! Beweis: Entfernt man im Betrieb diese Elemente, arbeitet das Modul als reine Line-Stufe.

Die Betriebsspannung wird "on-Board" aufbereitet und kann bis zu +/-80 Volt betragen, so dass die Versorgung auch einer Endstufe entnommen werden kann. Die stabilisierte Spannung wird mit FC-Elkos und Glimmerkondensatoren gepuffert.
Eingestellt wird mit Potis von hoher Qualität und sattem Drehfeeling, die auch in der Studiotechnik Anwendung finden.

Außerdem verfügt das Modul über eine Clipping-Anzeige (rote LED), da es gerade bei Pegelanhebungen mehrerer in Reihe geschalteter Filter, und/oder bei Platzierung vor einem Lautstärkeregler (Hochpegelbereich) schnell zu unübersichtlichen Pegelverhältnissen kommen kann, und irgendeine eine Stufe dann unbemerkt übersteuert.


Bässe
+3dB
+20dB
100nF
300 Hz
20 Hz
220nF
160 Hz
11 Hz



Höhen
+3dB
+20dB
10nF
1,2 kHz
30 kHz
22nF
650 Hz
16 kHz
Mitten
22nF
1,0 kHz
 
10nF
1,6 kHz
 
4,7nF
2,2 kHz
 
2,2nF
3,2 kHz

Es werden entsprechende
Kondensatoren  für die
Frequenzbereiche mitgeliefert

Technische Daten
 
+/-12V bis +/-80V
Strom:
+/-30-70mA
max Ausg.Pegel:
+/- 15Vs
Eing. Widerstand:
47kW
Bässe/Höhen:
+/-20dB
Mitten:
+/-16dB
Maße Leiterplatte:
95x71x23mm

Preise Stereo-Modul
Typ
Euro
TCF-3
88,00
passende Dreknöpfe
DK-206
Netzteil-Vorschläge Nr. 3-6
Optimale Betriebsspannung:
Trafo ab 15-18V~
Gleichspannung ab +/-18V-20V

passende Drehknöpfe hier

Maß-Zeichnung



Wichtig 
Das Modul "TCF-3"  ist kein eigenständiges Gerät und benötigt für den bestimmumgsgemäßen Betrieb den Anschluss von zusätzlichen Bauteilen bzw. Modulen, wie z.B. Trafo, Gleichrichtung, Siebung, Buchsen für Ein- und Ausgänge, Netz-Schalter, usw. um ein funktionsfähiges Gerät zu erhalten.