T.Hartwig-ELektronik Inh. Thomas Hartwig
Blumenweg 3a,  D-34355 Staufenberg
Tel. 05543-3317,  E-Mail
Bürozeit: Mo-Do, ca. 10.00-12.00 + 14.00-16.00 Uhr
Ust. ID. Nr.: (VAT) DE 115268023
Datenschutzerklärung
< zur Startseite
 
Gesamtübersicht Audio-Module
High-End Phasenschieber
(Time Domain-Filter)
Phasenschieber  TDF-360
Hervorragendes Werkzeug zur Korrekur des Zeitversatzes zwischen Lautsprechern
Filtertechnik 2. Ordnung mit einstellbarer Frequenz, Güte 0,5.
Dadurch gelingt mit den entsprechenden Messsystemen der perfekte zeitliche Übergang zwischen den Chassis einer Aktivbox, oder zwischen Subwoofer und Satelliten.
Drei einstellbare Frequenzbereiche von 20Hz bis 12kHz; 0-360°

Alle Bauteile vom Feinsten: Audiophile OP-Amps LME49720, Carbon/Silver Potentiometer CS21

seit 2018

Anwendungsbereich
Das Modul korrigiert den Zeitversatz zwischen zwei Chassis, der im Bereich der Trennfrequenzen durch unterschiedliche räumliche Anordnungen entsteht.
Das kann zwischen Subwoofer und Satellit sein, oder zwischen den Chassis einer Aktivbox (z.B. zwischen Mittel- und Hochtöner).
Das Modul wird z.B. vor eine Subwoofer-Endstufe, oder in die Ausgänge einer Aktivweiche geschaltet.
Es sind per Steckbrücke drei Frequenzbereiche wählbar, um den gesamten Audiobereich zu erfassen.
 
Wie wichtig ist eine Phasenkorrektur?
Dauer-Sinuskurven, kommen - im Gegensatz zu einmaligen Ereignissen - in einem Musikstück kaum vor. Dennoch werden gerade solche eingeschwungenen Zustände bei Phasenmessungen in Hörvergleichen oft verwendet. Dabei zeigen sich natürlich so gut wie keine hörbaren Phasenverzerrungen, solange dafür gesorgt wird, dass entstandene Amplitudenverzerrungen ausgeglichen werden.
Zwei Sinussignale von gleicher Frequenz, jedoch verschobener Phase ergeben als Summe immer wieder einen perfekten Sinus - jedoch mit veränderter Amplitude (wie bei der Übernahmefrequenz). Der Kurvenform kann man es somit nicht ,,ansehen", wenn Sie die Summe aus zwei frequenzgleichen, aber phasenverschobenen Kurven darstellt. Genau dieser Zusammenhang wird aber oft als Beweis dafür herangezogen, dass Phasenverzerrungen immer unwichtig sind, solange der Amplitudenfrequenzgang ausgeglichen wird.
Auffallend ist hierbei, dass diese Feststellungen oft mit einem gewissen Ausschließlichkeitsanspruch gemacht werden.
Solche Äußerungen wirken wie eine unverrückbare abgeschlossene Meinung, die jedoch mit der Wirklichkeit kollidiert.
Dem gleichmäßigen Amplitudenfrequenzgang wird oft so viel Bedeutung beigemessen, dass in anderen wichtigen Zusammenhängen, wie z.B. der Zeitkorektur, Kompromisse eingegangen werden. Somit ist eine perfekte tonale Abstimmung, also ein linearer Amplitudenfrequenzgang, nur als erster Hinweis auf eine gut abgestimmte Box zu verstehen.

Schlussfolgerung
Da ein Musikstück hauptsächlich aus einmaligen Ereignissen besteht, ist bei Messungen die reine Betrachtung des Sinustons einer Box für Klangbeurteilungen eher ungeeignet; genauso, wie ein reiner Sinus langweilig klingt. 

Eine genaue Voraussage, wie weit ein Zeitfehler den Klang beeinflusst, kann jedoch nicht immer gemacht werden. Sie hängt von dem komplexen Frequenzgemisch eines Einschwingvorganges ab, und wie wichtig dieser für das Klanggeschehen ist.
Außerdem empfindet jeder Mensch Zeitfehler anders. Laut eingehenden Versuchen, die bereits in den 70er Jahren durchgeführt und dokumentiert wurden (Funkschau), darf aber grob gesagt werden, dass Phasenverschiebungen von weniger als 3°/Okt. unhörbar und größer als 60°/Okt. auf jeden Fall wahrnehmbar sind.
Die Sache verliert aber an Bedeutung, je niedriger die Trennfrequenzen sind. Somit hat der Zeitversatz unter ca. 200Hz fast nur eine Auswirkung auf die Amplitudenlinearität, während im Bereich von ca.1kHz bis 4kHz das Gehöhr um ein vielfaches empfindlicher auf verfälschte Informationen durch Zeitverzerrungen reagiert.

Keine gewöhnliche Korrekturschaltung 

Herkömmlicher Allpass 1.Ordnung (180°)
Unser Filter TDF-360

Die meisten Zeitkorrekturglieder funktionieren nach dem einfachsten Prinzip eines Allpasses 1. Ordnung (s. links). Mit dieser einfachen Schaltung ist ein nur sehr allmählicher Verlauf der Phasendrehung über einen weiten Frequenzbereich möglich. Um einen Bereich von 360° durchstimmen zu können, müssten davon zwei Filter hintereinander geschaltet.
Unser Filter (s. rechts) erfüllt hohe Forderungen und bleibt relativ einfach zu bedienen. Der Ausgang eines durchstimmbaren Bandpasses 2. Ordnung wird vom Eingangssignal subtrahiert. Die Güte von 0,5 des Bandpasses sorgt für eine optimale  Gruppenlaufzeit.

Somit ist es möglich, eine ausgeprägte Harmonie zwischen zwei Chassis zu erreichen, da die Phasenkorrektur dem Phasenverlauf der Filterflanken optimal angenähert ist. Oft ist das Ergebnis so deutlich, dass diese Einstellung sogar nur mit dem Ohr vorgenommen werden kann.

Ein Bereich von 360° (+/-180°) wird nicht ganz erreicht. Technisch bedingt wären bei 360° die Enden des Bereiches zu flach, was eine zu schnelle Änderung im mittleren Einstellbereich zur Folge hätte. Daher kann mittels einer Steckbrücke eine grundsätzliche Drehung von 180° eingestellt werden, so dass sich der gewünschte Einstellbereich immer in der Mitte des Poti-Drehwinkels befindet und ein Bereich von 360° erreicht wird.

Spannungsaufbereitung "on-Board" Oberhalb +/- 18V wird die Spannung auf dem Modul begrenzt. Somit kann es aus vorhandenen Geräten versorgt werden. Soll das Modul z. B. vor eine Endstufe geschaltet werden, dann benötigt es kein weiteres Netzteil, wenn man diese Spannung der Endstufe entnehmen kann. Das ist von großem Vorteil, wenn für ein Zusatz-Netzteil kaum Platz zur Verfügung steht.


Preis (inkl. Mwst)
Typ
EUR
TDF-360
69,00

Bestellbar ab Januar 2019

Technische Daten
Betriebsspannung optimal:
+/- 12-18V
Betriebsspannung max:
+/- 45V
Stromaufnahme:
+/-30mA
Eing.spg. max:
5Vs
Verstärkung:
1
Maße Leiterplatte LxBxH:
73x49x25mm